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1991 Antarktis-UFO über General San Martín: Freigegebene argentinische Akten, Riometerdaten und Augenzeugenberichte

Die freigegebenen argentinischen Akten berichten über einen Vorfall in der Antarktis aus dem April 1991, bei dem mehrere Militärangehörige und zivilwissenschaftler von einer lang andauernden atmosphärischen Anomalie und einem auffälligen Lichterereignis über der General San Martín Basis berichteten. Die Dokumente enthalten handschriftliche und maschinelle Aufzeichnungen eines Riometers, eines Instruments zur Messung der Radiowellenabsorption in der Ionosphäre, sowie Zeugenaussagen von Personen, die zu diesem Zeitpunkt auf der Station tätig waren. Die Akten wurden auf einer argentinischen Seite (bezeichnet im Text als „Sephora Kommission de Studio del Phänomeno Ovni“) veröffentlicht; eine Veröffentlichung dort datiert auf den 21. Februar und zog später mediale Beachtung nach sich.

Messaufzeichnungen und physikalische Befunde

Den Akten zufolge zeigten die Aufzeichnungen des Riometers ungewöhnliche, synchron auftretende Ausschläge in allen drei grafischen Schreibern des Geräts. Diese drei Nadeln sollten eigentlich unterschiedliche Absorptionsmuster wiedergeben, da sie verschiedene Frequenzbereiche und damit unterschiedliche Höhen der Ionosphäre abdecken (im Text zwischen ca. 30 und 600 Meilen über der Erdoberfläche angegeben). Während natürlicher Ereignisse wie Sonneneruptionen oder Polarlichtern werden üblicherweise frequenzabhängige und damit unterschiedliche Muster erwartet; im dokumentierten Fall zeichneten jedoch alle drei Nadeln zeitgleich das gleiche, ungewöhnliche Muster auf.

Die Aufzeichnungen begannen laut Aussage um etwa 1 Uhr Ortszeit und setzten sich über Stunden hinweg fort; in der Gesamtlage wird von etwa viereinhalb Stunden Präsenz des Ereignisses gesprochen. Das Riometer verbrauchte demnach mehr als 120 Fuß Papier (im Bericht als rund 36 Meter angegeben). Zeitweise seien die Ausschläge so heftig gewesen, dass die Nadeln vom Papier abgesprungen seien. Die Originalpapierrollen werden laut den Akten im argentinischen Antarktisinstitut aufbewahrt; das Außenministerium Argentiniens bestätigte nach den Berichten die Existenz der Originaldokumente.

Zeugenaussagen und Ablauf des Vorfalls

Als Beobachter wird in den Akten ein Unteroffizier der argentinischen Luftwaffe genannt, der als Meteorologe und Betreiber der Radiosonden beschrieben wird (im Text als „Miguel Amaya“ bezeichnet; zugleich wird angemerkt, dass diese Bezeichnung möglicherweise ein Pseudonym ist). Er und weitere gezählte Zeugen – sowohl militärisch als auch zivil – beschrieben, dass zunächst Alarmmeldungen des Riometers registriert worden seien und später visuelle Beobachtungen gemacht wurden. Ein Funker der Armee berichtete etwa 16 Stunden nach Beginn der Messungen während eines Außengangs von einem großen, langsamen, lautlosen Lichtkreis, der über dem Stützpunkt vorbeizog und in dem Moment verschwand, als er andere Soldaten herbeirufen wollte.

Die Akten geben außerdem an, dass Betroffene von Vorgesetzten angewiesen oder bedroht worden seien, nicht über das Erlebte zu sprechen; frühere Berichte einzelner Zeugen wurden demnach in der Vergangenheit als lächerlich oder unzutreffend dargestellt. In späteren Jahren — so die Dokumentation — wurden jene früheren Zeugenaussagen erneut aufgegriffen, nachdem die Messdaten öffentlich gemacht wurden. Ebenso wird erwähnt, dass keine Bild- oder Tonaufnahmen des genannten Zeugen vorliegen.

Kontext der Veröffentlichung und wissenschaftliche Einordnung

Die freigegebenen Unterlagen wurden laut Bericht von einer argentinischen Meldestelle für unbekannte Flugobjekte (im Vergleich im Text mit MUFON genannt) gesammelt und teilweise an eine Kommission zur Untersuchung des Phänomens weitergeleitet; ein Ermittler mit Namen Carlos Jurchuk wird im Material genannt. Internationale Medien griffen die Veröffentlichung auf, wobei im Begleitmaterial auch Bildmaterial zu sehen ist, das nach Angaben im Text teilweise als Stock-Footage aus Bilddatenbanken genutzt wurde und nicht unbedingt die Riometer-Aufzeichnungen selbst darstellt.

In den Akten wird die Frage aufgeworfen, ob die beobachteten Signaturen durch eine bislang unbekannte, sehr mächtige Energiequelle verursacht worden sein könnten. Es wird im Text angeführt, dass die Energieäquivalenz mit der einer Flugzeugträger- oder Stadtgröße verglichen wurde und dass eine gleichzeitige Beeinflussung aller drei Messkanäle nur durch eine massive, unmittelbar über dem Instrument wirkende Quelle erklärbar sei. In der Dokumentation wird daher diskutiert, ob es sich um ein bislang nicht erklärtes technisches oder physikalisches Phänomen handeln kann; die Akten liefern Messdaten und Zeugenaussagen, benennen aber keine abschließende naturwissenschaftliche Erklärung.

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