In den überlieferten Berichten werden wiederholt Beobachtungen unbekannter Flugobjekte in unmittelbarer Nähe beziehungsweise innerhalb hochgesicherter US-amerikanischer Nuklearanlagen beschrieben. Die Schilderungen betreffen sowohl moderne Überwachungsdaten als auch Augenzeugenberichte von Sicherheitskräften, Ingenieuren, früheren Mitarbeitern und in historischen Zeitungsartikeln festgehaltenen Meldungen. Dokumentierte Ereignisse reichen von Vorfällen an der Pantex-Anlage in Amarillo, Texas, über wiederholte Sichtungen in Verbindung mit den Sandia National Laboratories und Kirtland Air Force Base bis hin zu Berichten, die Los Alamos und dessen TA‑33-Einrichtungen thematisieren. Freigegebene Akten, FOIA-Anfragen und verschiedentliche Veröffentlichungen bilden die Grundlage der verfügbaren Informationen; gleichwohl sind Teile der freigegebenen Dokumente geschwärzt oder unvollständig.
Vorfälle bei Pantex (2013 und 2015)
Ende 2013 registrierte das Sicherheitssystem der Pantex-Anlage eine ungewöhnliche Wärmesignatur in der Nähe der Lagerbereiche für Plutoniumkerne. Wärmebildaufnahmen zeigten ein objekthaftes Gebilde mit einer auffälligen, quallenähnlichen Form: eine zentrale Struktur mit scheinbaren Ausläufern. Beschrieben wurde insbesondere die Bewegung des Objekts, das kontrolliert parallel zu Sicherheitsbereichen flog, dann abrupt den Kurs änderte, steil aufstieg und mit hoher Geschwindigkeit verschwand. Eine Untersuchung wurde eingeleitet; in Berichten wird erwähnt, dass auch das FBI einbezogen worden sein soll.
Am 2. September 2015 wurde über dieselbe Anlage erneut ein unbekanntes Objekt gemeldet. Das Bodenüberwachungsradar registrierte das Objekt etwa 30 Meter über dem Boden; Sicherheitskräfte vor Ort beobachteten es direkt. Das Objekt wurde als einförmig mit abgerundeter Oberseite beschrieben, rund 1,20 Meter hoch und etwa 60 Zentimeter breit an der Unterseite. Beobachtet wurden kein sichtbarer Antrieb, kein Geräusch und keine Abgasfahne. Das Objekt bewegte sich mit geschätzten 20–25 km/h; Sicherheitsfahrzeuge verfolgten es, ein gepanzertes Fahrzeug nutzte Kamerasysteme zur Beobachtung. Als Einsatzkräfte sich näherten, beschleunigte das Objekt, änderte die Richtung und entfernte sich nordöstlich; anschließend wurde es verloren. Es gab keine Bergung, Identifizierung oder abschließende Erklärung. Später gelangten Teile des Vorgangs durch eine FOIA-Anfrage an die Öffentlichkeit; Dokumente des Energieministeriums wurden freigegeben, jedoch waren beigefügte Bilder teilweise geschwärzt.
Historische und wiederholte Sichtungen über Jahrzehnten
Berichte reichen deutlich weiter zurück: Aus den 1950er und 1960er Jahren existieren Aussagen über rautenförmige oder diamantförmige Flugobjekte, die über Pantex bzw. das angrenzende Gelände gesichtet wurden. Zeugenaussagen beschreiben Farbwechsel, langes Kreisen und ein typisches Verhaltensmuster: Kampfflugzeuge stiegen auf, näherten sich, woraufhin die Objekte mit hoher Geschwindigkeit senkrecht nach oben stiegen und für die Dauer des Abfangmanövers verschwanden. In manchen Fällen sollen die Objekte nach dem Abfangen wieder an den Ausgangsort zurückgekehrt sein.
Ein Zeitungsbericht vom 8. November 1957 zitiert Wachleute und einen Streifenpolizisten, die helle, blinkende Objekte über dem Munitionswerk meldeten; die Wachleute seien aufgebracht gewesen. Laut Artikel sollen die Objekte teilweise sehr niedrig geschwebt und beim Versuch, sich ihnen zu nähern, verschwunden sein. Weitere Berichte aus unterschiedlichen Jahren nennen zahlreiche gemeldete Sichtungen in der Region; einige Zeugen gaben an, aus Angst vor Stigmatisierung oder beruflichen Konsequenzen nicht offen über Beobachtungen gesprochen zu haben.
Verbundene Einrichtungen, Veröffentlichungen und einzelne Aussagen
Verbindungen zu Sandia National Laboratories werden in mehreren Berichten hervorgehoben. Sandia und Pantex gelten als zentrale Partner im US-Nuklearsicherheitsbereich; außerdem wurden Sandia und die Kirtland Air Force Base wiederholt als Orte mit eigenen Sichtungsmeldungen genannt. In Aufzeichnungen und Berichten wird von mehreren Landungen und Sichtungen auf dem Gelände von Sandia/Kirtland berichtet, teilweise mit Beschreibungen klassischer Scheiben‑ oder Kugelgestalten und mit Aussagen, dass Sicherheitspersonal Beobachtungen gemacht habe.
Darüber hinaus existieren Berichte aus dem Dezember 2018, nach denen ein leitender Ingenieur eines elektrischen Kontrollzentrums ein goldglänzendes, linsenförmiges Objekt beobachtete, das „hüpfend“ schnelle Bewegungen ausführte; dieser Zeuge wurde zeitweise anonymisiert publiziert. Erwähnt werden auch Aussagen eines ehemaligen Mitarbeiters, der in einer Kongressanhörung oraler Angaben zufolge auf sensible Vorgänge an Los Alamos (TA‑33) hinwies; in diesen Aussagen fiel die Behauptung, es gebe dort angeblich Lagerung außerirdischer Leichen, wobei gleichzeitig auf Geheimhaltungspflichten und begrenzte Aussagefähigkeiten hingewiesen wurde. Namen wie Dustin Slaughter, Robert Hastings und Organisationen wie das National UFO Reporting Center oder MUFON werden als Personen oder Stellen genannt, die Vorgänge dokumentiert oder berichtet haben.
Freigegebene UAP‑Berichte und veröffentlichte Datensätze — zuletzt im Rahmen einer vierten Tranche von UAP‑Unterlagen des US‑Verteidigungsministeriums — enthalten Erwähnungen der Pantex‑Vorfälle, beantworten jedoch nicht abschließend die Frage nach Herkunft, Zweck oder Identität der beobachteten Objekte. Viele Dokumente weisen Schwärzungen auf, und zentrale Details bleiben unklar oder unbestätigt.