SpaceX hat einen weiteren Testflug durchgeführt, um die Leistungsfähigkeit ihrer neuen Generation des Starship-Systems zu evaluieren. Beim jüngsten Test wurden wesentliche Konstruktions- und Systemverbesserungen am Booster 15 und am Starship 34 vorgenommen, die zur Block 2 Generation gehören. Diese Verbesserungen umfassen eine erhöhte Treibstoffkapazität, optimierte Steuerflächen, ein neues Hitzeschild und ein überarbeitetes Nutzlastabgabesystem. Trotz dieser Fortschritte und einer erfolgreichen Landung des Boosters traten erneut Probleme auf, die zu einem vorzeitigen Missionabbruch führten.
Verbesserungen am Starship und Booster
Das Starship 34 verfügt über eine Reihe von Neuerungen, darunter verstärkte Treibstoffleitungen und ein neues Belüftungssystem, um Risiken von Leckagen und Bränden zu minimieren. Die strukturellen Anpassungen zielen darauf ab, die Wiederverwendbarkeit zu erhöhen und die Raumfahrzeugsicherheit zu verbessern. Eine höhere Treibstoffkapazität ermöglicht es, schwerere Nutzlasten in den Orbit zu befördern, was für zukünftige Missionen zum Mond oder Mars entscheidend ist. Auch das Hitzeschild und die Steuerflächen wurden modifiziert, um die Belastungen beim Wiedereintritt besser zu bewältigen.
Parallel dazu erhielt der Booster 15 ein Upgrade seines Flugcomputersystems und eine verbesserte Raptor-Triebwerkszündung. Diese Verbesserungen sollen eine präzisere Steuerung und effizientere Energieversorgung sicherstellen. Das Radar zur Boosereinfänge wurde weiterentwickelt, um eine präzisere Rückkehr zur Starbase zu ermöglichen.
Herausforderungen beim Testflug
Der Testflug war ursprünglich für Ende Februar vorgesehen, wurde jedoch aufgrund technischer Probleme mehrmals verschoben. Am 6. März kam es schließlich zum Start, wobei der Countdown wegen eines Druckproblems bei den Raptor-Triebwerken vorübergehend pausiert wurde. Nachdem die Probleme behoben werden konnten, zündeten alle 33 Raptor-Triebwerke erfolgreich und das Starship erreichte die Maximalbelastungsphase ohne Probleme.
Trotz erfolgreicher Stufenabtrennung und Booster-Rückkehr, traten ab 70 Minuten nach dem Start Anomalien auf, als mehrere Triebwerke ausfielen. Ursache könnten Vibrationen gewesen sein, die zu Leckagen im Treibstoffsystem führten, was in der Vergangenheit bereits für Probleme sorgte. Das Starship verlor dadurch die Kontrolle, was letztlich zum Abbruch der Mission führte. Trümmerteile des Starships regneten spektakulär beim Wiedereintritt ab.
Zukünftige Schritte
Obwohl SpaceX einige Erfolge mit dem Booster-Einfang und der Triebwerkskontrolle erzielte, bleiben zentrale Probleme ungelöst. Eine eingehende Analyse der gesammelten Daten aus diesem Testflug wird notwendig sein, um Optimierungen am Triebwerkssystem und der Treibstoffversorgung durchzuführen. Diese Erkenntnisse werden entscheidend sein für die Planung des nächsten Testflugs. Der nächste Testflug wird voraussichtlich im April oder Mai stattfinden, wobei sich SpaceX auf die negativen Feedbacks und Daten aus diesem Flug stützen wird, um die verbleibenden technischen Herausforderungen zu bewältigen.