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Unentdeckte Geheimnisse: Die rätselhafte Osiris-Kammer unter den Pyramiden von Gizeh

Die neuesten Entdeckungen der italienischen Forscher rund um verborgene Strukturen auf dem Gizeh-Plateau sorgen international für Aufmerksamkeit. Eine Forschergruppe unter Leitung von Corrado Malanga (Universität Pisa), Filippo Biondi und dem Ägyptologen Armando Mei gab bekannt, mittels fortschrittlicher Radartechnologie – dem sogenannten SAR-Verfahren (Synthetic Aperture Radar) – eine bislang unbekannte unterirdische Kammer entdeckt zu haben. Diese Kammer liege etwa 200 Meter unter den Pyramiden von Gizeh und beinhalte Hinweise darauf, dem altägyptischen Gott Osiris gewidmet zu sein. Besonders bemerkenswert ist dabei die Aussage, dass die Scans Hinweise auf einen Sarkophag zeigen, der möglicherweise von Wasser umgeben sei.

Osiris und die ägyptische Mythologie

Osiris, in der altägyptischen Mythologie als Gott des Jenseits, der Wiedergeburt und Herrscher der Unterwelt verehrt, gilt als eine der zentralen Gottheiten. Bedeutsam in diesem Zusammenhang ist die sogenannte Turiner Königsliste, eine umfangreiche Aufzählung altägyptischer Herrscher. Diese Liste unterscheidet sich von vielen anderen archäologischen Quellen dadurch, dass sie neben historisch belegten Pharaonen auch Götter und Halbgötter aufführt. Während der erste Teil dieser Königsliste von traditionellen Ägyptologen eindeutig wissenschaftlich anerkannt ist, werden die frühen Dynastien von Göttern und Halbgöttern, die dem Mythos zugeordnet werden, überwiegend skeptisch betrachtet. Es wurde jedoch immer wieder diskutiert, warum man diesen nahtlosen Übergang von mythischen zu menschlichen Herrschern einfach akzeptiert hat. Die Entdeckung einer möglichen verborgenen Kammer, die Osiris gewidmet sein könnte, wirft erneut Fragen auf hinsichtlich der Interpretation mythischer und historischer Überlieferungen.

Zur bereits bekannten archäologischen Stätte auf dem Plateau von Gizeh zählt insbesondere der sogenannte Osirisschacht. Dieser befindet sich nahe der Chephren-Pyramide und umfasst mehrere Ebenen, die tief in den Untergrund führen. Die Struktur wurde erst 1999 intensiver untersucht. Innerhalb des Schachts wurden auch mehrere Sarkophage entdeckt, darunter ein etwa 15 Tonnen schwerer Granitsarkophag, platziert auf einer künstlichen Insel und umgeben von Wasser. Bis heute existiert keine abschließende Erklärung, wie antike Baumeister diese riesigen Steinstrukturen dorthin transportiert haben.

Technologische Hintergründe der Entdeckung

Die verwendete Technologie SAR sowie eine Weiterentwicklung namens Photonen-Phononen-Detektion ermöglicht es den Forschern, Strukturen bis in außergewöhnliche Tiefen des Bodens zu lokalisieren. Dieses spezielle Verfahren sei derzeit geschützt und patentrechtlich noch nicht vollständig offengelegt worden. Das italienische Team betont ausdrücklich die sorgfältige Peer-Review-Prüfung ihrer veröffentlichten Ergebnisse durch internationale Spezialisten. Dennoch gibt es kritische Stimmen und Zweifel gegenüber diesen Ergebnissen. Aufgrund des streng wissenschaftlichen Ansatzes und der transparenten Peer-Review-Prozesse werben die beteiligten Forscher jedoch für eine nüchterne Betrachtung ihrer Resultate.

Spekulationen um Nukleartechnologie im alten Ägypten

Interessanterweise tauchten im Zuge der Veröffentlichung dieser Entdeckung erneut Thesen auf, nach denen bereits im alten Ägypten Kenntnisse über Nukleartechnologie existiert haben könnten. Eine kürzlich publizierte Studie im „Archaeological Journal of Scientific Exploration“ legt nahe, dass bestimmte ägyptische Gräber möglicherweise als Lagerstätten für radioaktives Material dienten. Die Forscher analysierten dafür Texte aus einem Zeitraum von etwa 2300-2100 v. Chr., darunter bekannte Schriften wie die Pyramidentexte. Hierbei wurden Referenzen auf Prozesse entdeckt, die der heutigen Urananreicherung auffällig ähneln. Besonders die namentlichen und symbolischen Hinweise auf Osiris könnten dabei auf frühere Kenntnisse oder Nutzung von Kernprozessen schließen lassen. Einige Texte beschreiben ihn nämlich explizit als aus Atomen geformt oder erwähnen eine Verwandlung ins Licht, was aus heutiger Sicht metaphorisch an nukleare Prozesse erinnern könnte.

Vor Kurzem gemessene erhöhte radioaktive Werte, insbesondere Radon, in bekannten altägyptischen Anlagen wie der Djoser-Pyramide legen diese Vermutung nahe. Diese Daten waren lange nicht öffentlich bekannt. Die Thematik Osiris als möglicher Kernpunkt nuklearer Aktivitäten steigert somit das Interesse an der neu entdeckten Kammer erheblich.

Die neuen Funde und Interpretationen rund um die Gizeh-Pyramiden zeigen deutlich, wie wenig endgültig das Wissen über die altägyptische Geschichte und ihre technischen Möglichkeiten tatsächlich ist. Ob sich diese beeindruckenden Entdeckungen bestätigen oder nicht, sie erweitern zweifellos die Debatte um frühere Zivilisationen und ihre Kenntnisstände erheblich. Weitere Studien und unabhängige Überprüfungen der neuen Funde werden nötig sein, um Klarheit über die Wahrheit hinter diesen außergewöhnlichen Behauptungen zu gewinnen.

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